Anton G. Leitner: Still Leben Ohne Dichter


Anton G. Leitner: Still Leben Ohne Dichter

Artikel-Nr.: 102

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»Still Leben Ohne Dichter« greift ein klassisches Thema auf: Die Dreiecksbeziehung.

In den späten 80er Jahren geraten vor allem im Osten die politischen Systeme ins Wanken. Mauern bröckeln, Mauern fallen. Deutschland steht vor der Wiedervereinigung und feiert sich selbst.

Unbeeindruckt von den großen Umwälzungen kümmern sich drei junge Leute allein um ihr ›privates Glück‹.

Ein Arzt, eine Krankenschwester, ein Schriftsteller. Jedem Arzt seine Schwester, jeder Schwester ihren Arzt. Der Arzt will die Schwester heiraten und die Schwester unternimmt dagegen keine großen Anstrengungen. Bis ein junger Dichter versucht, das Schicksal zu korrigieren.

Der führt sie in seine ›Szene‹ ein, streift mit ihr durch Stadt und Land. Die ständig wechselnden Schauplätze bilden die Kulisse für skurrile, humorvolle, traurige und gehetzte Begegnungen.

Die Schwester wird spielend zur Wandererin zwischen zwei Welten. Von der bürgerlichen Küche ins künstlerische Milieu.

Wie bei jedem Spiel gibt es am Ende einen Verlierer. Aber dem bleibt der Trost, dass auch die Gewinner eines Tages das Spiel der Liebe verlieren werden ...

In »Still Leben Ohne Dichter« nimmt der Erzähler das neobarocke Lebens- und Liebesgefühl einer Single-Generation augenzwinkernd auf die Schippe. Raffiniert verschiebt er Orte, Zeit und Perspektiven. Seine Sprache verwebt Schlagwörter, Binsenwahrheiten, Parolen und Floskeln. Sie bewegt sich zwischen Ironie und Klischee, nüchterner Beobachtung und selbstkritischer Reflexion.

»Es kann nicht daran liegen, dass es uns zu gut geht. Wir wissen etwas anzufangen mit der Zeit, die wir gemeinsam verbringen. Aber wir trachten ständig danach, diesen Zustand festzuschreiben. Für immer und ewig. Was ist ewig? Wir gehören uns nicht einmal selbst. Wie wollen wir uns dann bleiben?«

96 Seiten
Format 11,0 x 18,5 cm,
Leinen fadengeheftet
Ladenpreis: € 10,- [D]
ISBN 978-3-929433-31-9

»Die politische Dimension unseres heutigen Handelns findet doch meistens im privaten Bereich statt. Die Auswirkungen des politischen Klimas lassen sich nur am einzelnen und an seinen Reaktionen, die am wenigsten öffentlich sind, ablesen. Die Brüchigkeit von privaten Beziehungen ist für mich Indikator für brüchige Strukturen in der Gesellschaft.«
Anton G. Leitner in einem Gespräch
mit der Süddeutschen Zeitung

Mit »Still Leben Ohne Dichter« legt Anton G. Leitner sein erzählerisches Debüt vor. Als Lyriker erhielt Anton G. Leitner wiederholt Einladungen zum Literarischen März der Stadt Darmstadt (Wettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis) und war 1994 Finalist beim Lyrikpreis der Stadt Meran (wegen Unregelmäßigkeiten beim Verfahren vom Preis zurückgetreten).

Er wurde 1996 mit dem Kulturpreis der Stiftung Lesen ausgezeichnet und 1997 für sein herausgeberisches Schaffen mit dem V. O. Stomps-Preis der Stadt Mainz geehrt. 1999 erhielt er für sein schriftstellerisches und herausgeberisches Werk den Europäischen Kogge-Förderpreis der Stadt Minden.

Bio-/Bibliographie

 

»Eine Erzählung für Hellhörige«
Sabine Zaplin, BR - Bayerischer Rundfunk

KOWALKE & CO. VERLAG
nach der Liquidation des KOWALKE & Co. Verlags
ab Sommer 2001 im Vertrieb der edition DAS GEDICHT, Anton G. Leitner Verlag

 

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