
DAS GEDICHT Bd. 33
Beschreibung
HERBST 2025 bis HERBST 2026
Erschienen am 19.11.2025
DAS GEDICHT #33
DAS GEDICHT schlägt in seinem 33. Jahrgang eine Brücke der Verständigung zwischen den Generationen und lotet mit den Mitteln der Lyrik aus, welch großes Potenzial das Zusammenleben von Jung und Alt für unsere Gesellschaft bergen kann, sei es im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld der Familie. Wenn Jüngere die Erfahrung der Älteren und ihre gelassene Reife wertschätzen und Ältere die frischen Ideen und den dynamischen Elan der Jugend anerkennen, entsteht ein fruchtbarer Austausch. Alle Generationen können viel voneinander lernen, indem sie einander zuhören und sich unterstützen. So entsteht eine Gemeinschaft, in der sich die Menschen angenommen fühlen.
Mit 223 Gedichten von 192 Poetinnen und Poeten aus 16 Nationen, u. a. Friedrich Ani, Sujata Bhatt, Bianca Döring, Nora Gomringer, Dorothea Grünzweig, Annette Hagemann, Wolfgang Hermann, Heinz Janisch, Jan Koneffke, Helmut Krausser, Chris Lauer, Nils Mohl, Dagmar Nick, Hellmuth Opitz, Lorena Pircher, Ilma Rakusa, Wolfgang Ferdinand Ramadan, Arne Rautenberg, Jutta Richter, Sophia Lunra Schnack, Regina Schwarz, Ludwig Steinherr und Jürgen Theobaldy. Mit einem Essay von Ulrich Johannes Beil.
Herausgegeben von Matthias Kröner und Anton G. Leitner
»Wer sich in der Lyrikszene bewegt, kommt an Anton G. Leitner nicht vorbei. Seine Arbeit ist ein klares und deutliches Bekenntnis zur Poesie, und sie ist im wahrsten Sinn des Wortes Arbeit an der Basis der Lyrik.«
SWR Kultur, Beate Tröger
Poesie rettet den Tag.
Anton G. Leitner engagiert sich seit fünfundvierzig Jahren für die Vermittlung von zeitgenössischer Poesie. Seine Jahresschrift DAS GEDICHT widmet sich Themen am Puls der Zeit und ist generationsübergreifend auf die Diversität der lyrischen Stimmen und Formen ausgerichtet. Leitner wurde für seine publizistische Arbeit vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Alexander-Sacher-Masoch-Preis 2023/24 (Wien). Seit 2024 wird der literarische Vorlass von Anton G. Leitner und seinem Verlag von der Monacensia, dem Literaturarchiv der Landeshauptstadt München, verwaltet.
Den 33. Jahrgang der Zeitschrift begleitet der vielseitige Schriftsteller Matthias Kröner als Gastherausgeber. Leitner und Kröner schätzen Gedichte, die fest in der Lebenswirklichkeit verankert sind und an die menschliche Existenz rühren. Auch die Pflege der Mundartpoesie liegt ihnen am Herzen, ebenso wie die Förderung der Kinder- und Jugendlyrik.
Band 33 der Reihe DAS GEDICHT präsentiert fünf Autorengenerationen, von Dagmar Nick (*1926) bis Anna Münkel (*2001), von Fritz Deppert (*1932) bis Jacob Schuster (*1999). Uwe-Michael Gutzschhahn, Nestor der Kinder- und Jugendlyrik, stellt nun schon zum zehnten Mal ein eigenes »Special für Kids« zusammen.
»DAS GEDICHT ist nicht einfach eine Zeitschrift, es ist eine Institution, ein Lebenswerk, ein Meisterwerk. Dieser Almanach reflektiert das Empfinden und Denken von Menschen, die der Essenz der Welt eine Sprache verleihen, die keinen Leser ausschließt, im Gegenteil: Sie öffnet eine Tür ins Innere der Existenz, hin zum Herz des Wahrhaftigen, das für uns alle schlägt und immer schlagen wird.« Friedrich Ani
»Ist es nicht großartig, sein eigenes Leben lyrisch festzuhalten, also Sprachbojen der Erinnerung zu fertigen, die einem Halt geben, und so die schönsten und schlimmsten Momente literarisch zu bewahren? Höhen und Tiefen werden ausgelotet, um am Ende vielleicht sogar eine stimmige Biographie in Versen zu hinterlassen.«
Anton G. Leitner (aus seinem Editorial)
»Es gibt die Alten, die über die Jungen schimpfen – und umgekehrt. Die Jungen würden angeblich zu wenig arbeiten und ›halten einfach nichts mehr aus‹, während die anderen, so sagen die Jungen, den Planeten versaut haben. […] Viel spannender als all dieses Trennende sind die Brücken, die sich von einer Generation zur anderen schlagen lassen. Meist durch einen freundlichen Blick oder ein gutes Wort. Durch Humor. Durch Ehrlichkeit.«
Matthias Kröner (aus seinem Editorial)
»Wer Verse zu schreiben beginnt, noch während der Schule oder kurz danach, sucht nach Orientierung. Nach großen Autorinnen und Autoren, die wunderbare Gedichte zu Papier gebracht haben – entgegen der unverwüstlichen neo-rousseauistischen Auffassung, das junge, unverdorbene Ich schöpfe ganz allein aus sich selbst.«
Ulrich Johannes Beil (aus seinem Essay)
Gedichtbeispiele:
Nicht mehr für dich
Ich erzählte der Nichte, wie ich als junger Mensch,
etwa in ihrem Alter, an meinem ersten Open Air
das Feuerzeug zu Samba Pa Ti in die Höhe gehalten
mit tausend anderen, erzählte vom Lichtermeer,
dem Ganzen im Teilchen, das man selber war, bis
der Daumen glühte – sagte noch, Santana habe
keine Noten lesen können, wie die Vögel, Carlos,
unser aller Gitarrengott. – Gitarrengott? Santana
wer?
Markus Bundi
*
wissen, wie es nie geht
es ist vor 6 8 10 12 14 16 18 21 verboten
und von 30 40 50 60 70 80 90 an zu kompliziert.
Gerhard Ruiss
*
rasen
die junge aktivistin
redet sich in rage
kann es nicht ertragen das
satte grün allerorten
nichts flattert oder blüht
im ganzen garten
sucht zu überzeugen
mit großen gesten & worten:
artenschwund & biodiversität &
ruft »opa, lass das mähen sein«
der opa sagt weder ja
noch nein
zwischen ihnen
die klaffende kluft
überwunden mit der frage:
»noch kaffee?«
sie nickt &
beide sitzen, trinken, schaun
genießen uneins ihr
beisammensein
Carina Zacharias
Die Herausgeber:
Matthias Kröner, geboren 1977 in Nürnberg, lebt in der Nähe von Lübeck. Er schreibt u. a. Lyrik, Kinderbücher, Reiseführer sowie Kinder-Hörspiele (z. B. für Deutschlandfunk Kultur) und gibt eine Reisebuch-Reihe heraus. Sein erster Kinderroman »Der Billabongkönig« (Beltz & Gelberg) war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023 nominiert, erschien 2025 auf Persisch und wurde als Hörspiel in vier Radiosendern und als Theaterstück umgesetzt. Sein zweiter Kinderroman »Detektiv Ameisis« (Beltz & Gelberg) erhielt ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds und die FriedensAlice beim International Travel BookAward 2025. Außerdem ist er immer wieder im Podcast »Wie war der Tag, Liebling?« von Anke Engelke und Kristian Thees zu hören. »Lyrische Post« gibt es unter:
► www.fairgefischt.de.
Anton G. Leitner wurde 1961 in München geboren. Der examinierte Jurist lebt als Dichter, Herausgeber und Verleger in Weßling bei München. Er publizierte bislang 17 eigene Lyrikbände. Im Juni 2026 erscheint Leitners poetisches Lebenswerk »Spät öffnet sich das Licht. Eine lyrische Retrospektive 1980–2025« anlässlich seines 65. Geburtstags. Seine Gedichte wurden in neun Sprachen sowie in diverse Dialekte übersetzt. Neben 33 Folgen der buchstarken Jahresschrift »Das Gedicht« edierte er über 40 Anthologien in Premium-Verlagen, u. a. bei Reclam »Jede Jahreszeit ist schön. Gedichte für Frühling, Sommer, Herbst und Winter« (2025). Leitner wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit den Deutschen Verlagspreisen 2022 und 2023 sowie mit dem Alexander-Sacher-Masoch-Preis 2023/24 (Literaturhaus Wien) »in Anerkennung der Verdienste für die neuere österreichische Literatur«. Er ist Gründungsmitglied des PEN Berlin.
► www.AntonLeitner.de
Bibliographische Angaben:
Matthias Kröner
und Anton G. Leitner (Hrsg.):
jung und alt
DAS GEDICHT #33
Mit einem »Special für Kids«,
zusammengestellt von Uwe-Michael Gutzschhahn
224 Seiten € 20,00 [D] / € 20,60 [A]
November 2025
ISBN 978-3-929433-91-3
Die Herstellung dieser Ausgabe wurde unterstützt vom Bezirk Oberbayern.
Präsentationsveranstaltung:
N. N.
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